EXOPHTHALMUS (GLOTZAUGE)
Bei etwa 40 bis 60 Prozent aller Menschen, die an einer Schilddrüsenüberfunktion vom Typ des Morbus Basedow erkranken, tritt im Verlauf der Erkrankung eine sogenannte Endokrine Orbitopathie auf - im Volksmund auch "Glotzauge" genannt. Die Ursache dafür ist eine Autoimmunerkrankung, deren genaue Hintergründe bislang noch unbekannt sind.
Das Phänomen des Glotzauges entsteht dadurch, dass die Augen aus der Augenhöhle heraustreten und sich die Lidspalte erweitert. Dies wiederum ist auf eine Schwellung und Vermehrung des Fettgewebes in der Augenhöhle sowie häufig auch auf eine deutliche Verdickung der Augenmuskulatur zurückzuführen. Diese Veränderungen verlagern den Augapfel nach vorne und führen zum Bild des Glotzauges. Begleiterscheinungen sind erhebliche Kopfschmerzen, Druckgefühl hinter dem Auge, Lichtempfindlichkeit, Bindehautentzündung und Doppelbilder. In sehr ausgeprägten Fällen kann der auf den Sehnerv ausgeübte Druck auch zu einer Verschlechterung der Sehkraft oder gar zu einer Erhöhung des Augeninnendruckes (Glaukom) führen. Neben diesen unangenehmen medizinischen Begleiterscheinungen, bereitet den Betroffenen vor allem die entstellende Veränderung des Gesichts nicht selten erhebliche psychische Probleme.
> weitere Informationen